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Frankfurter Buchmesse 2019 - einen Besuch wert?

Aktualisiert: Mai 9

Bald ist es soweit. Mein erstes Buch wird veröffentlicht und während das Buch lektoriert wird, investiere ich nochmal ordentlich Zeit in die Vermarktung meines Buches und das Knüpfen wertvoller Kontakte. Die letzten Monate habe ich viel recherchiert und mir Gedanken darüber gemacht, welche Anbieter mich vor, während und nach der Veröffentlichung am besten unterstützen könnten.


Welche Plattform bietet sich zum persönlichen Kennenlernen besser an als eine international anerkannte Buchmesse? Kamera, Mikrofon und Visitenkarten wanderten daher in den Rucksack und los ging es zur Frankfurter Buchmesse. An fünf Messetagen tummelten sich hier rund 285.000 Fach- und Privatbesucher, die sich das Messeangebot von mehr als 7.500 Ausstellern aus über 100 Ländern ansahen. Unter dem Motto „Der Traum in uns“ begrüßte die Messe das diesjährige Ehrengastland Norwegen, das die heimische Literatur und Kultur in Frankfurt präsentierte. Während meinem Weg über das Messegelände fiel mir das breit gefächerte Publikum auf – egal ob jung oder alt, ob Sachbuchliebhaber oder Cosplaydarsteller – die Messetüren standen Buchliebhabern jeglichen Genres offen.


Da ich mich aufgrund meiner Veröffentlichungsform zu den Selfpublishern zähle, wandte ich mich mit meinen Fragen gezielt an Anbieter, die sich mit ihren Produkten und Leistungen darauf spezialisiert haben. Schon während der Schreibphase kann mich beispielsweise eine Software von Papyrus Autor dabei unterstützen, kreative Ideen, Charaktere und Handlungsstränge mit Hilfe von Mindmapping-Features zu sammeln und über den Schreibprozess hinweg zu strukturieren. Eine professionelle Grammatik- und Sprachprüfung minimiert Rechtschreibfehler, weist auf unnötige Füllwörter und häufige Wiederholungen hin. Auch Layout und Format des Dokuments sind für die gängigsten Veröffentlichungsformate optimiert. Denn ist das Buch einmal fertig, so kann man mit Hilfe von Papyrus Autor das fertige Werk veröffentlichen. Ob eine digitale Version oder eine Printausgabe – nahezu jedes Format ist möglich.


Für eine Veröffentlichung gibt es natürlich noch weit mehr Anbieter. Beim Messestand von

Books on Demand faszinierte mich, wie viele Services gebündelt aus einer Hand genutzt werden können. Ob Coverdesign, Lektorat, Veröffentlichung, Autorenwebsite, Buchhandelspräsenz, Messepaket oder Pressematerial – BoD bietet professionelle Unterstützung in allen Bereichen. Hat man das Buch einmal fertig, findet man hier alle noch fehlenden Puzzleteile, um das Buch breit gestreut auf den Markt zu bringen.


Doch was kann ich als frischgebackener Autor noch tun, um die Vermarktung meines Buches nach der Veröffentlichung stark zu fördern? Hierbei blieb ich am Autorensofa hängen, denn es drängten einige Besucher an den Stand, um sich mitgebrachte Bücher signieren zu lassen. Beim Autorensofa handelt es sich um den Zusammenschluss von rund 35 Autoren und Autorinnen, die sich auf einem gemeinsamen Stand der Steigerung ihres Bekanntheitsgrades widmen. Treue Lesefans wurden mit einer persönlichen Signatur belohnt, erhielten Informationen zu aktuellen Veröffentlichungen oder durften mit Leseproben in weitere Werke schnuppern. Damit diese Plattform seinen Exklusivitätscharakter nicht verliert, werden Plätze in dem Zusammenschluss nicht wahllos vergeben. Um sich zu diesem Kreis zählen zu dürfen, muss man sich als Schriftsteller beim Autorensofa bewerben und wird nach einer eingehenden Prüfung eventuell in den Kreis aufgenommen.


Sehr schön, dass sich Autoren gegenseitig helfen und unterstützen, um ihre Werke gemeinsam nach vorne zu bringen! Was sich dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse geändert hat ist, dass es keine eigene Selfpublisher-Area mehr gibt, sondern 2019 erstmalig durch das sogenannte Frankfurt Authors Program abgelöst wurde. Es soll zukünftig keine Unterscheidung mehr nach Veröffentlichungsform erfolgen. Alle Autoren, ob Verlagsautoren oder Selfpublisher sind gleichermaßen willkommen und können sich bei Lesungen und Signierstunden miteinander austauschen. Diese Entscheidung dürfte auch im Interesse des Selfpublisher-Verbandes sein, an dessen Stand ich meinen Messetag in einem angenehmen Gespräch ausklingen ließ. Der Verband setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder ein, vertritt diese nach außen und verleiht ihnen damit eine starke Stimme, die gehört wird.

Am Ende des Tages ziehe ich das Fazit, dass sich ein Besuch der Frankfurter Buchmesse als angehender oder etablierter Schriftsteller auf jeden Fall lohnt. Man kann viele wertvolle Kontakte knüpfen und sich mit Fachexperten und Gleichgesinnten austauschen. Es gibt einige Anbieter, die einen während des Prozesses der Erstellung, Veröffentlichung und Vermarktung tatkräftig unterstützen können. Für mich ist diese Expertise gerade am Anfang sehr wichtig, damit ich sowohl inhaltlich als auch äußerlich ein qualitativ hochwertiges Buch auf den Markt bringen kann.

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